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Ich weiß nicht, warum ich mich darauf einlasse. Warum ich ihn um meinen Finger wickle, obwohl ich es gar nicht will. Warum ich ihm Hoffnungen mache, obwohl ich ihm eigentlich sagen wollte, dass es keinen Sinn mit uns beiden macht. Wahrscheinlich ist es der Egoismus der aus mir spricht. Der Drang, begehrt zu werden, beachtet zu werden und mich durch deine Berührungen selber zu spüren. Alles was ich gerade will, ist Unabhängigkeit, jegliche emotionale Bindung vermeiden. Mich auf mich selber konzentrieren, mich in meinen Gedanken versinken, herausfinden, wer ich bin. Doch wenn man es auf der anderen Seite betrachtet, ist es vielleicht auch ein stummer Schrei nach Rettung. Vielleicht bist du wie mein Anker, mein Rettungsring, ohne, dass ich es selber wirklich weiß. Denn vielleicht, wenn ich immer weiter in meinen einsamen Gedanken versinken würde, würde ich so tief sinken, dass ich die Oberfläche nicht mehr erkennen könnte. Würde vielleicht so weit sinken, dass ich irgendwann den Grund erreiche, und nicht mehr weiß, mit welcher Kraft ich denn eigentlich wieder hochkommen soll.

Kommentare:

Diejenigewelche hat gesagt…

"Ich glänze nur so lange, wie du mich ansiehst. Wendest du deinen Blick von mir, so zerfalle ich zu Staub."

Liesl hat gesagt…

wie schön du mit den worten spielst!