endless love

Meine Liebe für dich ist endlos. 
Ich spüre sie, wenn ich dich nur anschaue.
Spüre sie, wenn ich dich berühre
Wenn du mich berühst.
Spüre sie, wenn unsere Lippen aufeinandertreffen.
Spüre sie, wenn wir uns lieben.
Spüre sie, wenn ich auf deiner Brust liege
Und deinem Herzschlag lausche.
Spüre sie, wenn du mir etwas vorspielst.
Spüre sie, wenn du vom Bäcker wiederkommst
Mit zwei Normalen und einem Mehrkornbrötchen.
Spüre sie, wenn ich mit dir rede, diskutiere.
Spüre sie, wenn du beim Spazieren gehen meine Hand nimmst
Obwohl du spazieren gehen doch gar nicht magst.
Spüre sie, wenn du mich tröstest
Und mich in deinen Armen versinken lässt.
Wenn du sagst, dass du mich liebst
Dann antworte ich dir, dass meine Liebe für dich endlos ist.



Vulkan



Ich war so lange so vollkommen dass ich fast vergessen hätte, wie es sich anfühlt. Wie es sich anfühlt, wenn die Angst sich wieder langsam in meinen Körper schleicht, mich frösteln lässt und meine Gedanken so schnell kreisen lässt, dass ich mich verliere und vor lauter Schwindel nicht mehr weiß wo ich stehe. Wie es sich anfühlt, wenn die graue Decke sich wieder über mich legt und mich niederdrückt, sodass ich apathisch liegen bleiben muss und meinen Körper grau färbt, sodass ich mich fast unsichtbar fühle. Wie es sich anfühlt, wenn jedes Glied zittert, ausgelöst von meinem inneren Beben, der auch jeden Moment den Vulkan auslösen könnte, der in mir schlummert.
Und ich fühle mich schlecht, dass es geraden die negativen Gedanken sind, die ich niederschreibe, wo ich die letzten Monate doch so glücklich war. Kein einziges Mal hatte ich so einen Anfall, dachte tatsächlich die Liebe hätte mich von jenen Gefühlen befreit, aber so ist es nicht. Ich weiß dass ich ihn habe, dass er mich hält, meine Gedanken versteht und mir zuhört, mich stundenlang an seiner Brust weinen lässt, aber all das hilft mir gerade nicht. Es ist ein innerer Kampf in mir selber und ich wäre so naiv zu glauben, die Liebe könnte als Streitschlichter fungieren. Diesen Vulkan wird es immer in mir geben und alle paar Monate wird er ausbrechen.
 
Ich hatte nur fast vergessen wie es sich anfühlt. Wie es sich anfühlt, wenn der Vulkan ausbricht und alles in mir Brennen lässt nur um mich danach ausbrennen zu lassen. 

er



Ich weiß nicht, warum ich mich darauf einlasse. Warum ich ihn um meinen Finger wickle, obwohl ich es gar nicht will. Warum ich ihm Hoffnungen mache, obwohl ich ihm eigentlich sagen wollte, dass es keinen Sinn mit uns beiden macht. Wahrscheinlich ist es der Egoismus der aus mir spricht. Der Drang, begehrt zu werden, beachtet zu werden und mich durch deine Berührungen selber zu spüren. Alles was ich gerade will, ist Unabhängigkeit, jegliche emotionale Bindung vermeiden. Mich auf mich selber konzentrieren, mich in meinen Gedanken versinken, herausfinden, wer ich bin. Doch wenn man es auf der anderen Seite betrachtet, ist es vielleicht auch ein stummer Schrei nach Rettung. Vielleicht bist du wie mein Anker, mein Rettungsring, ohne, dass ich es selber wirklich weiß. Denn vielleicht, wenn ich immer weiter in meinen einsamen Gedanken versinken würde, würde ich so tief sinken, dass ich die Oberfläche nicht mehr erkennen könnte. Würde vielleicht so weit sinken, dass ich irgendwann den Grund erreiche, und nicht mehr weiß, mit welcher Kraft ich denn eigentlich wieder hochkommen soll.

2015



Und wie das Jahr zu Ende geht so kreisen auch meine Gedanken um die vergangenen 12 Monate. Was habe ich alles erlebt. Ich habe mich verliebt und mein Herz wurde gebrochen, ich habe für ein paar Monate im Ausland gelebt und war so unbeschwert wie noch nie in meinem Leben, bin umgezogen in eine fremde Stadt und habe angefangen, meine Leidenschaft zu studieren. Würde sogar behaupten, ich habe mich selber gefunden, oder zumindestens weiß ich wesentlich mehr über mich, als ich es am Anfang des Jahres getan habe. Ich weiß was ich will, kenne meine Prinzipien und meine Moral und kann dadurch bestimmter handeln. Ich lasse mich nicht mehr beeinflussen, sondern stehe zu meiner Meinung und zu meinen Ansichten. Ich habe mich von den Menschen, die mir nicht gut taten, entfernt und Neue gefunden, die das in mir zum Leuchten bringen, was vorher  verborgen blieb. 2015 war gut. Wahnsinnig gut. Ich würde alles genauso wieder tun. Ich habe jede Chance genutzt, die mir entgegen kam und dadurch unvergessliche Momente geschaffen, die mich jedes Mal strahlen lassen, wenn ich sie nochmal in meinem Kopf durchspiele.
Hoffen wir mal, dass ich in 2016 mindestens genauso viele Momente erleben werde.