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its too dark to see


Ich war glücklich vorgestern. Ihr habt gelacht und ich habe mit euch gelacht, ihr habt mich angelächelt, ich konnte mit euch reden und ihr habt mir die Wahrheit gezeigt. Die Wahrheit, wie ich wirklich zu dir stehe und glaub mir, ich bin dir total verfallen. Ihr habt mir zugehört, mich in den Arm genommen. Ich habe die Welt um mich rum vergessen und spürte, wie meine Augen mitlachen, wenn mein Mund sich nach oben zog. Dieser Tag hat mir wieder Lust aufs Leben gemacht, er hat die ganzen negativen Gedanken aus der letzten Zeit verdrängt. Doch nun sitze ich hier, alleine, im Dunkeln und alles fühlt sich noch viel intensiver an als sonst. Ich merke, dass ich euch nicht die Wahrheit gesagt habe, sondern mich selber verraten habe. Denn in dem Moment, als ich die Worte 'Ja ich liebe ihn' gesagt habe, habe ich es gesehen. Dass ich mich in dir verloren habe, dass ich nicht mehr umkehren kann. Nun kann ich die Schmerzen nicht mehr verstecken, sie werden mich überrollen vor lauter Hoffnungslosigkeit. Du wirst mich nie mehr lieben und nein, nun lächel ich nicht mehr wenn ich an dich denke. Ich fühle wie mein Herz sich bei jedem Schlag zusammenzieht und droht meinem Körper zum Stillstand zu bewegen. All diese Momente sind zur Vergangenheit geworden, im Nachhinein sieht alles ganz hell erleuchtet und fröhlich aus, doch die Zukunft liegt vor mir und ich sehe nichts als Dunkelheit.

morgen fängt schule wieder an und ich abe eine scheiß angst

freedom is so far away

Die Luft ist knapp, bei jedem Atemzug zieht sich mein Brustkorb zusammen und jesdes Mal wenn ich einatme, scheine ich keine Kraft mehr zu haben um auszuatmen. Eingequetscht in ein System voller Vorschroften, in ein System wo jeder dich in eine Schublade steckt, so wie du sein sollst. Es zählt nicht mehr was du möchtest, es zähhlt nur noch was die anderen wollen. Wenn du anders bist, bist du nicht gut. Bist du fröhlich, bits du naiv. Bist du traurig, siehst du nur das Schlechte im Leben. Bist du still, bist du dumm. Keiner sieht das, was du wirklich bist. Wir haben das freie Denken verlernt, in einer Welt voller Regeln. "Sei dein eigenes Individuum, sei du selbst!" Es wird was anderes propagiert, als man wirklich meint. In Wirklichkeit meint man nämlich: "Ordne dich unter, breche bloß nicht aus und rebelliere nicht." Klar, wir können uns nicht selbst finden und "wir selbst sein"- unsere Gesellschaft lässt das nicht zu. Ich würde so gerne weit weg fahren, ans Meer, ohne jemandem Bescheid zu sagen und den kalten Wind an meiner Haut spüren, mein Körper soll vor Adrenalin kribbeln und ich möchte die Welt sehen. Ich möchte nicht feststecken, jeden Tag den gleichen Rythmus annehmen und an dieser verdammten Gesellschaft kaputt gehen. Irgendwann wird mein Kopf genauso denken und ich werde ein Mädchen sehen, was versucht auszubrechen und denken 'Wie ist es nur zu so etwas gekommen?' So möchte ich nicht enden, ich möchte nicht fremdbestimmt werden, ich möchte verdammt nochmal frei sein.
Doch da gibt es diesen inneren Trieb. Der innere Trieb, sich der Einschränkung willig zu ergeben und in dem Gleise der Gewohnheit hinzufahren und sich weder nach rechts oder links umzuschauen. Und so sitze ich hier, mit schwerem Atem und eingequetschten Gliedern, doch ich habe keine Ahnung wie ich hier, aus meinem falschdenkenden Körper und von den falschen Menschen, ausbrechen soll.
hier bin ich also wieder
so weit unten
ganz allein
die kraft ist zu stark
ich kann nicht dagegen halten
auch wenn ich immer wieder hochkomme
kurz luft an der oberfläche schnappe
so falle ich doch immer wieder
und immer weiter nach unten