fix me
Wie du daliegst und mir aus "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" vorliest, während du ab und zu aufschaust um zu gucken, ob ich schon eingeschlafen bin und lächelst, wenn du siehst, dass meine Augen noch offen sind. Wie der Schnee leise das Fenster bedeckt. Wie die Kerzen flackern und der Dampf von unserem heißen Vanilletee aufsteigt. Wie das alles mein Herz berührt und ich mich trotzdem gebrochener als je zuvor fühle.
my mistakes were made for you
Deine Lippen schmecken nach Jägermeister, dein Duft liegt in meiner Nase und gräbt sich in meine Klamotten. Meine Hände fassen in deine Haare, während deine mich zärtlich berühren. Der Bass geht so tief, die Musik ist so laut, dass ich nichts mehr höre, nichts mehr wahrnehme außer uns. Ich weiß nicht was ich denken soll, meine Gedanken kreisen um alles und dann wieder um nichts. Wie lange träumt man von diesem einen Moment und dann ist er ganz anders. Als ich mir immer wieder unseren Kuss ausmalte, waren wir nicht betrunken, haben uns nicht auf irgendeiner Treppe vor den anderen versteckt und du hast mir nicht am nächsten Tag geschrieben: "Sorry, ich glaub das war ein Fehler." Tut mir leid, aber das ist, was ich bin.
Ein Fehler.
Fühle mich eingeengt in den Zwängen die mich umgeben. Will nichts mehr als die Freiheit schmecken, sie soll mich umschmeicheln, mir das Gefühl geben ich wäre am Leben, mich dazu bringen, glücklich zu sein. Schmecke stattdessen nichts, alles ist geschmackslos und fad, als wäre es gar nicht da. Als würde es so eng sein, dass das Leben gar keinen Platz hat, hindurch zu diffundieren. Will mich aus der Zwangsjacke befreien, doch weiß ich nicht wie, meine Gedanken finden kaum den Weg aus meinem Kopf, so eng ist es. Sehne mich nach der Freiheit, nach dem puren Gefühl. Nach der Wahrheit. Es scheint als gäbe es keinen Weg zur Freiheit und doch flüstert etwas tief in mir, dass es den gibt und ich nur den Mut aufbringen müsse, diesen zu gehen.
Doch ich bin ein Feigling.
Deine Augen waren mal anders. Liebevoller. Wenn ich jetzt hinein schaue, erkenne ich dich nicht wieder. Deine Worten waren mal anders. Ehrlicher. Wenn du jetzt etwas sagst, frage ich mich immer, ob du mir die Wahrheit sagst. Du warst mal anders. Meine Rettungsinsel. Wenn ich jetzt versuche mich an dir festzuhalten, schwimmst du weiter und lässt mich ertrinken. "Du hast dich verändert.", sage ich und versuche deine Augen wiederzufinden, die mich früher immer so angestrahlt haben. Es scheint, als würde alles kälter werden, als du mich mit deinem Blick musterst, der so kalt ist wie dieser Tag. "Weißt du das tun Menschen, alles verändert sich, wär es nicht so, wäre es ja langweilig." Mit diesen Worten drehst du dich um und lässt mich da stehen. Lässt mich ertrinken, während du weiterschwimmst. Und ich will noch was sagen, dir sagen, dass ich dich vermisse, dass es mir wehtut, was du die ganze Zeit machst, dass es wieder so werden kann wie früher. Doch als wäre schon zu viel Wasser in meine Lungen gelaufen, kommen keine Worte aus meinem Mund und so sehe ich dir hinterher, sehe, wie du immer kleiner wirst, bis du irgendwann verschwindest.
all that i know is i'm falling
Der Wind streicht durch unsere Haare, doch in unseren Herzen ist es warm, ganz warm. Wir sind so jung, fühlen uns so endlich, als wir uns mit leuchtenden Augen anschauen. Ich nehme eure Hände und zusammen laufen wir los. Wohin wissen wir nicht, aber alles wird besser werden. Dieser Gedanke trägt unsere Beine, während in uns leise Zweifel wohnen, ob wir nicht einfach nur davonlaufen.
Siehst mich an, doch siehst du mich nicht. Du bist wie der Wind, mal kommst du, mal gehst du. Mal bist du stärker da, mal weniger und all das passiert ganz unerwartet, so schnell wie du da bist, so schnell bist du auch wieder weg. Die Landschaft wird goldgemalt vom sanften Abendlicht, leises Vogelgezwitscher durchdringt meinen Gedanken, der davon handelt, wie schön du in diesem Licht aussiehst. Meine Beine wollen mich wegtragen, zu dir, in deine Arme, doch als ich einen Schritt mache, ist da schon ein anderes Mädchen. Damals war alles so einfach. Damals warst du der Grund, warum ich glücklich war. Jetzt als du dieses Mädchen küsst wird mir erneut bewusst, dass du nun der Grund bist, warum ich unglücklich bin. Weißt du, als wär ich der Baum, der sich sanft im Wind wiegt, sich mit ihm im Takt bewegt, dessen Äste sich umschmeichelt fühlen, doch der auch zugleich vom Wind zerstört werden kann, wenn er zu stark wird, so das Blätter abfallen und Äste abbrechen. Das sanfte Abendlicht wird zu tiefschwarz, Gänsehaut durchfährt meinen Körper. Siehst mich an, doch siehst du mich nicht. Ich bin mit der Sonne untergegangen, versenkt im schwarzen Schatten. "Komm mit mir.", scheine ich zu sagen, als sei ich die, die dich verlässt, als habe ich vergessen, dass du derjenige bist, der diesen schwarzen Mantel um mich legt und mir dabei ganz leise mein Herz stiehlt.
Damals war alles so einfach.
Abonnieren
Posts (Atom)